Wildboden

Suhrkamp
240 Seiten
ISBN 978-3-458-64627-3
2026
25,00 EUR (inkl. 7% MwSt.)

Constantin Lieb 

Wildboden

Genau recherchiert und intensiv erzählt!

Ein Tipp von Guido Krey Guido Krey

Der Debütroman erzählt ein Künstlerdrama in den Alpen: die letzten Lebensjahre des Malers Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) und seiner Lebensgefährtin Erna Schilling (1884-1945) im Schweizer Exil. Der Erzähler nähert sich dem Handlungsort Wildbodenhaus oberhalb der Ortschaft Frauenkirch in der Gegenwart an – spürt und imaginiert dort das Vergangene. Aus Schillings Sicht erleben wir nun wie sie Kirchners Leben organisiert, Kontakte für ihn pflegt, seine Beleidigungen und Morphiumsucht erträgt. Zudem ist ihrer beiden Leben durch die Nazis und ihren fragilen Status als Flüchtlinge bedroht. 

  

 

Und das sagt der Verlag dazu

1936, Frauenkirch, inmitten der Schweizer Alpen, unweit von Davos: Umgeben von majestätischen Bergen und wortkargen Bauern führen Erna Schilling und der Maler Ernst Ludwig Kirchner ein Leben in enger Verbundenheit. Dass die politische Situation in Deutschland immer dunklere Schatten wirft und ihre Existenz auf dem Wildboden zu zerstören droht, wird vor allem für Erna zur fast unerträglichen Zerreißprobe. Trotz aller Anstrengungen, sich gegen die äußere Gefahr sowie die inneren Dämonen und die Morphiumsucht ihres Partners zu stemmen, kann sie die Tragödie nicht verhindern: Als sie mit Kirchner den Menschen, dem sie sich bedingungslos verbunden fühlt, endgültig verliert, muss sie ihr Leben radikal überdenken und selbstbestimmt um die eigene Zuversicht und Zukunft kämpfen.

Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise verwebend, erzählt Constantin Lieb so eindringlich wie hellsichtig, wie aus schmerzhaftem Verlust beeindruckende menschliche Stärke erwachsen kann, und wie die lebenslange Sehnsucht nach Halt unser Menschsein zu allen Zeiten zutiefst berührt.