Superyachten. Luxus und Stille im Kapitalozän
Ein Tipp von Dorothee Junck
Mit dem Apéro an der Hafenkante ertappt man sich doch immer wieder beim faszinierten Blick auf die schippernden Yachten. Grégory Salle hat eine lesenswerte Abhandlung geschrieben über ein Phänomen von hoher sozialer und ökologischer Sprengkraft. Alle Superyachten der Welt würden die Schulden der sogenannten »Entwicklungsländer« tilgen. Der Markt wächst, die Schere geht weiter auseinander – ein guter Gedankenanstoß zum wirtschaftlichen Miteinander.
Und das sagt der Verlag dazu
Abramowitsch hat eine, der Emir von Abu Dhabi auch, Jeff Bezos sowieso: Superyachten sind Ausweis der Zugehörigkeit zum Club der lucky few. Sie ermöglichen grenzenlose Mobilität und exklusiven Geltungskonsum. Zugleich sind sie schwimmende Umweltsünden. Sie verbrennen Unmengen Treibstoff, ihre Anker zerstören kostbare Flora. Und sie sind Spielfelder obszöner Ungleichheit: Während ihre Besitzer zu den einflussreichsten Menschen der Welt gehören, ist das Bordpersonal oft Willkür und...
Mit dem Apéro an der Hafenkante ertappt man sich doch immer wieder beim faszinierten Blick auf die schippernden Yachten. Grégory Salle hat eine lesenswerte Abhandlung geschrieben über ein Phänomen von hoher sozialer und ökologischer Sprengkraft. Alle Superyachten der Welt würden die Schulden der sogenannten »Entwicklungsländer« tilgen. Der Markt wächst, die Schere geht weiter auseinander – ein guter Gedankenanstoß zum wirtschaftlichen Miteinander.
Abramowitsch hat eine, der Emir von Abu Dhabi auch, Jeff Bezos sowieso: Superyachten sind Ausweis der Zugehörigkeit zum Club der lucky few. Sie ermöglichen grenzenlose Mobilität und exklusiven Geltungskonsum. Zugleich sind sie schwimmende Umweltsünden. Sie verbrennen Unmengen Treibstoff, ihre Anker zerstören kostbare Flora. Und sie sind Spielfelder obszöner Ungleichheit: Während ihre Besitzer zu den einflussreichsten Menschen der Welt gehören, ist das Bordpersonal oft Willkür und...