Schaut, wie wir tanzen
Ein Tipp von Guido Krey
Das Ehepaar Mathilde und Amine Belhaj lebt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der ehemaligen französischen Kolonie Marokko. Nach zwanzig entbehrungsreichen Jahren sind sie mittlerweile zu Wohlstand gelangt. Im zweiten Band einer Trilogie, die die Geschichte ihrer eigenen Familie verarbeitet, rückt Slimani nun die nächste Generation in den Blickpunkt. In den unruhigen späten sechziger und frühen siebziger Jahren folgen wir der in Straßburg Medizin studierenden Tochter Aischa und ihrem orientierungslos vor sich hin lebenden Bruder Selim. Eine glänzend geschriebene, ungemein spannende französisch-marokkanische Familiensaga.Die Übersetzung kommt aus dem Französischen von Amelie Thoma.
Und das sagt der Verlag dazu
Im Sommer 1968 kehrt Aïcha Belhaj nach vier Jahren Medizinstudium in Straßburg nach Marokko zurück. In Frankreich gehen die Studenten auf die Straße, von den Barrikaden tönt der Ruf nach gesellschaftlicher Veränderung. Doch in ihrer Heimat trifft die angehende Ärztin auf eine erstarrte Welt. Die Farm von Aïchas Vater floriert zwar, die Familie allerdings ist zerrissen. Ihr Bruder Selim verschwindet in einer Hippiekommune an der Küste und versinkt im psychodelischen Drogenrausch. Wie soll Aïcha sich behaupten in einem Land, in dem bisher nur Männer Ärzte sind und das von einem autoritären König regiert wird? Am Abend der Mondlandung begegnet sie in einer Strandbar bei Casablanca einem Wirtschaftsstudenten, den alle nur »Karl Marx« nennen. Er ist Teil einer intellektuellen Jugend, die das Land erneuern möchte. Kann Aïcha mit ihm ihren Traum von einem unabhängigen Leben verwirklichen?
Im Sommer 1968 kehrt Aïcha Belhaj nach vier Jahren Medizinstudium in Straßburg nach Marokko zurück. In Frankreich gehen die Studenten auf die Straße, von den Barrikaden tönt der Ruf nach gesellschaftlicher Veränderung. Doch in ihrer Heimat trifft die angehende Ärztin auf eine erstarrte Welt. Die Farm von Aïchas Vater floriert zwar, die Familie allerdings ist zerrissen. Ihr Bruder Selim verschwindet in einer Hippiekommune an der Küste und versinkt im psychodelischen Drogenrausch. Wie soll Aïcha sich behaupten in einem Land, in dem bisher nur Männer Ärzte sind und das von einem autoritären König regiert wird? Am Abend der Mondlandung begegnet sie in einer Strandbar bei Casablanca einem Wirtschaftsstudenten, den alle nur »Karl Marx« nennen. Er ist Teil einer intellektuellen Jugend, die das Land erneuern möchte. Kann Aïcha mit ihm ihren Traum von einem unabhängigen Leben verwirklichen?