Pina ist alleinerziehend und als pflegende Mutter kümmert sie sich um ihren Sohn Leo.
Leo ist mittlerweile 20 Jahre alt, lebt in seiner ganz eigenen Welt, und die Dinge müssen immer in der gleichen Routine ablaufen, und so sortiert Pina die Welt da draußen für ihn.
Als Pina beim Einkaufen zusammenbricht, gerät Leos Welt komplett aus den Fugen. Er bleibt allein zurück und versteht einfach nicht, was mit seiner „Mutsch“ passiert ist… wäre da nicht die liebevolle und sehr eigenwillige Hausgemeinschaft, wäre dies ein sehr trauriges Buch. Aber es ist ein wunderschönes und hoffnungsvolles Buch über den Zusammenhalt der Nachbarschaft und die Individualität der Menschen.
Die Menschen in der Nachbarschaft unterstützen ihn und helfen ihm in diesem neuen Alltag klarzukommen. Sie werden zu einem unfreiwilligen Team und kommen selbst aus ihrer eigenen kleinen Welt heraus und versuchen mit Leo zusammen die Welt da draußen zu entdecken.
Es ist ein sehr kraftvolles Buch …eine Geschichte, wie Nachbarschaft unterstützend sein kann, wenn man sich einlässt, die Augen aufmacht, hilfsbereit ist und auch mal aus der eigenen Komfortzone rauskommt. Und es ist ein Buch, das die Frage aufwirft, was eigentlich „normal“ ist, wer eigentlich „normal“ ist.
Und es ist auch eine Geschichte mit der Frage, warum Carearbeit oft von einer Person alleine geleistet werden muss und zeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen sich gegenseitig unterstützen, dass jeder ein klein wenig helfen kann und es dann vielleicht nicht so viel Einsamkeit geben würde.
Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück.
Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.
Vera Zischke erzählt voller Witz und Wärme von einer Hausgemeinschaft, die zusammenhält.