Was in einem Leben alles passieren kann und wie wenig Kontrolle man zum Teil hat, erzählt Elizabeth Strout in ihrem aktuellen Roman. Wir sind wieder in Crosby, Maine, die Hauptfigur ist Bob Burgess. Aber auch Lucy Barton und Olive Kitteridge (Ja! das ist sie wieder, meine Lieblingsfigur. Und sie ist auch mit 90 Jahren noch in Hochform!) sind dabei.
Das ist wie immer unaufgeregt und elegant erzählt, ein Mordfall in einem Nachbarort bringt Krimispannung in die Geschichte. Im Mittelpunkt stehen aber die Menschen und ihr Leben, wie sie es meistern, wie sie einander beistehen, woran sie scheitern.
Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth
Es ist Herbst in Crosby, dem kleinen Küstenstädtchen in Maine. Vor ein paar Jahren ist Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, mit ihrem Ex-Mann William hierhergezogen. In ein abseits gelegenes Haus am Meer. Doch die beschauliche Ruhe in Crosby wird gestört, als eine alte Frau spurlos verschwindet.
Und auch Lucys Welt gerät still und leise aus dem Lot. Auf den einsamen Spaziergängen mit Bob Burgess, ihrem alten Freund und Vertrauten, sprechen beide über ihr Leben und über das, was hätte sein können. Und dann ist da noch die legendäre Olive Kitteridge, die pensionierte Mathematiklehrerin, die jetzt in einem Altersheim am Stadtrand lebt und auch mit 90 Jahren nichts von ihrem rauen Charme verloren hat. Vorsichtig freunden sich die beiden Frauen an.