Emil

Klett-Cotta
320 Seiten
ISBN 978-3-608-98351-7
2022
24,00 EUR (inkl. 7% MwSt.)

Mariam Kühsel-Hussaini 

Emil

Sprachlich avanciert gelingt der Autorin eine Einfühlung in den Grenzbereich zwischen Zivilisation und Barbarei.
Ein Tipp von Guido Krey Guido Krey
Im November 1933 kommt der rumänische Nihilist und Philosoph Emil Cioran als Stipendiat nach Berlin. Emil, der in Rumänien der faschistischen Eisernen Garde nahe steht, bewundert Hitler. Im "Führerrausch" überziehen barbarische Gewaltexzesse und zahlreiche Deportationen Deutschland. Die zweite, ebenfalls reale, Hauptfigur des Buches der Jurist Rudolf Diels ist bis Anfang 1934 Leiter der Gestapo und leidet als Beamter preußischer Prägung an der grassierenden Schändung des Rechts. Sprachlich avanciert gelingt der Autorin eine Einfühlung in den Grenzbereich zwischen Zivilisation und Barbarei. 
Sehr lesenswert, teilweise aber nur schwer zu ertragen.
Und das sagt der Verlag dazu

Es ist kein dunkler Traum, es ist Deutschland 1933. Emil Cioran, rumänischer Stipendiat der Philosophie, manifestiert in Berlin seinen Glauben an den Selbstmord. Rudolf Diels, erster Chef von Hitlers Gestapo, will Deutschland vor dem eigenen Selbstmord bewahren. Doch schon bald blicken beide in einen gemeinsamen Abgrund, denn sie passen sich nicht an.